Metamorphose

WV-Nr.:   278
Jahr:   1975
Art:   Wandbild | Relief
Material:   Keramik
Ausführung:   flächige Aufbautechnik
Oberfläche:   modelliert, Glasur
Format:   115 x 170 cm (B x H)
Zustand:   erhalten, Original, neuer Anbringungsort

Werkort:   Friedhof
Flur zu den Abschiedsräumen
Am Waldfriedhof
49809 Lingen (Darme)
Zugänglichkeit:   nach Absprache
Metamorphose - Wandbild
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Ruth und Theo M. Landmann Archiv e.V., Uwe Lausterer

+ Anmerkungen
Die Keramik hing ursprünglich in der alten Kapelle hinter dem Katafalk.
+ Werktext
Unbenanntes Dokument

Metamorphose
(Ruth Landmann, Oktober 1990)

Es ist eine Schau der Welt dargestellt, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, wie sie sich durch die Schöpferkraft Gottes im Strom der Gnade, im Schoss der Erde entfaltet hat.

In der Vormaterie, im Weltstoff liegt der geplante Trieb zur Evolution, zu einer stetigen Veränderung und Auslese.

Es ist von Grund auf Materie, die sich mit Geist auffüllt.

Aus uranfänglich Ungeformtem bilden sich durch die Verschwendung von immer mehr Energie zentrische Anordnungen, Zerfall und Aufbau.

Atome vereinigen sich zu Molekülen, Häufungen von Molekülen zu Zellen, organisierte Zellen zu Organismen, bis zur höchsten Komplexität im menschlichen Bewusstsein, im menschlichen Gehirn.

Materie, Leben, Bewusstsein, alles steht unter der Anziehung des Schöpfergottes.
In diesem Spannungsfeld lebt und leidet der Mensch in Schuld und Erlösung.
Der kosmische Stoff ist auf das Heilsgeschehen in Christus angelegt und ausgerichtet.

Durch Gottes Menschwerdung in Christus und seinen Kreuzestod, durchbricht er den Damm der Welt und öffnet immer wieder neu den Zugang zum göttlichen Bereich.

Menschheit und Kosmos werden vom Feuer des göttlichen Geistes erfasst.
Eine Verschmelzung des Dreieinigen Gottes mit Menschheit und Kosmos ereignet sich für immer.

Frucht und Preis des Kreuzestodes ist der Himmel und die neue Erde, die in einer Spiralbewegung im Omega mündet, am Ende der RAUM-ZEIT.

Tröstliche Worte über den Tod von Pierre Teilhard de Chardin: »DER TOD IST EIN DURCHGANG, DER EINZIGE AUSWEG, DER ZU NEUEM LEBEN FÜHRT. DER TOD IST EINE ENTWICKLUNG, EINE PHASE DES WACHSTUMS, DER HÖCHSTE GIPFEL DES LEBENS. ER IST GESTALT- UND ZUSTANDSWANDEL. DIE ENDGÜLTIGE EINVERLEIBUNG IN CHRISTUS.«

+ Eigentümer
Stadt Lingen - Friedhofskommission, Lingen